Notebook Backen: Das glaubt mir doch kein Schwein !

erstellt am: 19.08.2012 | Kategorie(n): Hardware

Das glaubt mir doch kein Schwein !
Reparatur einer Notebook-Grafikkarte.

Das war mein erster Gedanke, als ich gerade das Notebook wieder anschaltete. Aber beginnen wir doch erst einmal am Anfang der Geschichte. Vor etwas mehr als 2,5 Jahren kauften wir den Kindern Notebooks „Für die Schule usw.“!
Aber dann nach Ablauf der Garantie fiel auch schon das erste Notebook aus, kein Bild, kein Ton da war nix mehr. Okay, dem „Großen“ haben wir dann einen stationären „Daddel-Computer“ gekauft und somit war alles wieder gut.
Nun, ganz genau vor ca. einer Woche, passierte dann der zweite Rückschlag. Das Notebook der „Lütten“ ist ausgefallen. Aber im Gegensatz zum ersten gab dieses Notebook wenigstens noch eine Reihe „Pieps-Töne“ von sich.

Lang – Kurz – Kurz

Schnell mal eben im Bioskompendium nachgeschaut und da wusste ich es. Grafikkarten-Fehler.
Es ist ja so, dass bei einem Notebook nur noch Festplatte, Netzwerkkarte und Speicher austauschbar sind.

Ergo – Kaputt… ?! (Geplante Obsoleszenz)

Nun bin ich aber bei meinen Streifzügen bei youtube auf das „Notebook-Backen“ gestoßen.
Notebook-Backen ?! Ja das geht ! Es bezeichnet das wieder Anlöten des Grafikkarten-Chips mit dem heimischen Backofen (passt ein bisschen auf, das eure Frau auch so ruhig ist, wie die meine). Laut Aussagen im Internet passiert es, dass sich der Grafikkarten-Chip teils von der Platine (also dem Mainboard) lösen kann. Dieses ist aber für gewöhnlich nicht so einfach nachzulöten, da die Chips nur Lötpunkte von unten besitzen.

Rechts: Die lötpunkte sind gut zu sehen.

 

Also habe ich angefangen, den Rechner zu zerlegen. Da ich so konzentriert gearbeitet habe, hatte ich glatt vergessen, davon noch ein paar Bilder zu machen.
Das ausgebaute Mainboard (verdammt klein und viel zu viel Gehäuse darum herum) auf eine Keramik – Schüssel gelegt. Den Ofen auf 200°C vorgeheizt und die Umluft abgeschaltet, habe ich dann die Platine „gebacken“ für genau 8,5 min.

Seid vorsichtig beim Herausholen, denn erstens ist es VERDAMMT HEISS und zweitens kann es sein, dass einige Chips noch „schwimmen“, also nicht mehr ganz fest auf der Platine sitzen.

 

Nach dem Abkühlen habe ich das Mainboard mit den nötigsten Komponenten verbunden und es ausprobiert.

Ich sage euch, „Das glaubt mir kein Schwein“!
Er Läuft ! Belinea c.book 1510 PTT51

Also Zusammenbau und fertig. Zeitlicher Einsatz: ca. 8 Stunden, Ersparnis sind ca. 280€, wenn man noch solch ein Angebot bekommen würde.

Okay, so ganz perfekt war die Sache denn doch nicht, beim Auseinanderschrauben habe ich glatt die Klappe für die Festplatte zerbrochen und beim Zusammenbau den Deckel über der Tastatur (Da wo die ganzen LED‘s und der Ein-/Ausschalter drauf sind). Ein bisschen Klebeband hält die Teile jetzt an Position, solange, bis ich die von dem ersten Notebook gefunden habe.

Nur das Genie durchblickt das Chaos. ;)

 

Schlagwörter: , ,



Autor: DrCRAZY
Konfus und Durchgeknallt seit fast 2 Jahrzehnten in der IT unterwegs, habe ich so einiges erlebt, was euch weiterhelfen kann.

Kommentare:

Kommentar schreiben

Kommentar